Cannabis als Zusatzspeise
Posted on Aug 1, 2013 in medizin | 0
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Roh verzehrt am wirkungsvollsten
Vielen Kranken verhilft rohes Cannabis zu einer neuen, erträglicheren Lebensqualität. Cannabis lässt sich schon lange bei der Behandlung fast aller Krankheiten einsetzen.
Der Verzehr von rohem Cannabis heilt wegen seines Gehalts an fitocannabinoiden Säuren sehr viele Krankheiten und verzögert das Altern. Cannabinoide sind im Saft des rohen Cannabis in großer Konzentration enthalten; ebenso in seinen Blüten und Trieben und überraschenderweise auch in seinen Sprossen.
Bei Regina Nelson beendete der Hanf einen schmerzhaften Krankenhausaufenthalt. Nach einer Operation, bei der zwei Meter ihres Darms entfernt worden waren, wurden die Bauchschmerzen unerträglich. Im Mai letzten Jahres bekam sie einen Viertelliter Cannabissaft mit der Anweisung, ihn bis zum nächsten Morgen zu trinken. Als sie aufwachte, war der Schmerz, der sie jahrelang gequält hatte, verschwunden. Nach der Operation hatte sie stark abgenommen und in den Monaten danach mit schwerem Brechreiz gekämpft. Deshalb hatte es sie überrascht, dass sie am Morgen jenes Tages feste Nahrung zu sich nehmen konnte. Ihre Blutarmut war schon zu einem Risikofaktor geworden. Regina äußerte ihrem Arzt die Hoffnung, dass das rohe Cannabis diesen Prozess umkehren würde und sie nicht mehr zu den Transfusionen ins Krankenhaus werde kommen müssen. Zwischen den Untersuchungen, von Mai bis Juni, verquirlte sie etwas Cannabissaft mit Eis und Spinat im Mixer und trank die Mixtur. So eine schnelle Besserung bei Blutarmut hatte der Arzt noch nie gesehen. Das rohe Cannabis hatte die Anämie normalisiert und bei der Patientin einen gesunden Eisenpegel hergestellt. „Sie stand am Rande des Todes”, kommentierte ihr Lebensgefährte Mark Pederson die Situation.
Auch Dr. William L. Courtneys Ehefrau Kristen wurde durch das Cannabis gerettet. Wegen ihrer persönlichen Krise setzte der Arzt all seine Kraft und Zeit daran, Hanfpflanzen zu untersuchen. Und er stieß auf interessante Fakten: “Die Cannabinoide verringern die Gefahr eines Herzinfarkts um 66%; zu 58% das Auftreten von Diabetes, und sie schützen vor Krebs”, sagt er. Dr. Courtney führt an der Michigan University ausgedehnte Studien durch. Er ist auf Gerichtsmedizin spezialisiert, hält aber gegenwärtig Fortbildungsmaßnahmen über die klinische Wirkung von Cannabis ab. Dr. Courtney ist Präsident der Association Luxembourgeoise des Méthodes Préventives, die mit erwärmtem Cannabis arbeitet. Daneben setzt er sich für die Einrichtung eines medizinisch-analytischen Laboratoriums in Kalifornien ein.
Über 40 ist der Verzehr Pflicht
Nach seiner Erfahrung wäre der Verzehr von Cannabis (250-500 mg Cannabinoidsäure, d. h. Konsum von THC-Säure) bei jedem über 40 Jahre angezeigt. Über die Nutzung von hoch dosiertem, nicht psychoaktivem Cannabis in der Ernährung hielt er zahlreiche Vorträge: an der Bonner Universität im Juni 2010, an der Hebrew University of Jerusalem im November 2010 und auf der internationalen Konferenz der Cannabinoidforscher in Chicago im Juli 2011. Dr. Courtney behauptet: “Wenn wir die Pflanze erhitzen, tritt als Ergebnis der Carboxylierung der THC-Säure eine bewusstseinsverändernde Wirkung ein. Wenn wir sie nicht erwärmen, können wir 5.000-6.000 mg zu uns nehmen, können es also beim antioxydativen und neuroprotektiven Niveau sogar bis zu mehreren hundert Milligramm steigern. Beim Konsum von nicht psychoaktiven THC-, CBD- und CBG-Säuren können wir sogar bis zu 500-1.000 mg gehen, im Gegensatz zu max. 10 mg psychoaktivem THC im Falle des Erwärmens. “Es ist ein gutes Gefühl, wenn jemand berichtet, dass er Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente abgesetzt hat, die Blutungen der Speiseröhre oder Leberschäden verursachten.“

Warum sollten wir jemanden der Möglichkeit berauben, Geschwüre oder die Zuckerkrankheit zu verhüten? Dr. Courtneys erfolgreichste Kranke ist seine Ehefrau Kristen. “Wenn ich den Saft trinke, spüre ich, dass ich aufmerksamer und wacher werde. Ich bekomme besser Luft. Ich habe weder Sodbrennen noch Magenschmerzen, spüre keine Schmerzen in der unteren Rückenhälfte oder im kleinen Becken. Ich glaube, die antimykotischen [und antibakteriellen] Komponenten im CBN und in der THC-Säure (nur im nicht erwärmten Stoff!) und die übrigen Cannabinoide sind alle nützlich. Aber wichtiger ist noch, dass alle Komponenten zusammen das beste Ergebnis bringen. Ich überlegte, wie es sein kann, dass keiner davon weiß. Ich spürte, dort und damals, dass ich meinen Lebensschwerpunkt darauf verlagern muss, anderen zu helfen und allen mein Wissen zur Verfügung zu stellen.”
Als die gebürtige Schwedin Kristen Peskuski erkrankte, nahm sie auf Anraten ihres Mannes frischen Cannabissaft. Sie hatte lange unter Systemischem Lupus Erythematodes (SLE), rheumatischen Gelenkentzündungen und Endometriosis gelitten, bis sie begann, den Saft zu trinken. Ihre Arbeitsjahre in der Planung von Forschungsanordnungen und in der Statistik halfen ihr, die Kluft zwischen Kranken und Ärzten zu überbrücken. Letzten Sommer hielt sie – wie ihr Ehemann – sehr erfolgreich Vorträge in Schweden und Deutschland über den Gebrauch von flüssigen Heilmitteln aus Cannabisblättern. Dieses Jahr hielt sie während ihrer Schwangerschaft einen Vortrag über den Gebrauch von Cannabis auf dem internationalen Kongress “Cannabis als Medizin” in Illinois. Kristen ist Mitbegründerin der “Cannabis International Foundation”, die sich dafür einsetzt, dass die UNO-Vereinbarung über die Einschränkung des Cannabisgebrauchs zurückgezogen wird und die Therapiepatienten weltweit Zugang zu der Pflanze erlangen.
Lebensmittel, Heilmittel und endogene Substanz
Das Endocannabinoidsystem reguliert die Prozesse im Körper auf Zellebene. Wie Dr. Courtney erklärt: “Auch der Organismus produziert endogene Cannabinoide. Die Endorphine sind endogene (also im Organismus entstandene – der Red.) Morphinmoleküle. Nun, auf die gleiche Weise stellt der Organismus auch Cannabinoide her. Es geschieht mehrere Millionen Male täglich, dass die Zellen sich trennen und zu solchen Zellen werden, für die eigentlich kein Bedarf bestünde. Dann sagt das Immunsystem den Zellen: ‚Hallo, da habt ihr ziemlich überhandgenommen, da muss man euch ein bisschen zurückstutzen! Wir haben genügend Nierenzellen oder Muskelzellen, wir brauchen keine mehr.‘ Das Immunsystem ist darauf vorbereitet, aber wir können seine Arbeit unterstützen. Genau das machen die Cannabinoide… ganz gleich, von welchen Cannabinoiden wir sprechen. Das können die endogenen (körpereigenen) oder die von einer Pflanze stammenden (also körperfremden), die so genannten exogenen Cannabinoide sein.” Ob wir vom menschlichen Körper oder von der Chemie einer Pflanze sprechen, ihre Rolle ist die gleiche: Sie beeinflussen die Funktion des Immunsystems. Weiterhin sagt Dr. Courtney: “Das Cannabinoid ist ein Modulator, der die optimale Funktion des Körpers gewährleistet. Das macht diese Pflanze. Sie ermöglicht die normale Funktion des Körpers.“
Das Cannabis enthält solche essenziellen Stoffe, die wir nicht herstellen können: essenzielle Cannabinoidsäuren, essenzielle Fettsäuren, essenzielle Aminosäuren und Faserstoffe. Dr. Courtney bekräftigt das: “Der rohe Verzehr von Cannabis ist die einzige Art, das Maximum aus der Pflanze herauszuholen.”
Sei die Pflanze nun Sativa, Indica oder Ruderalis, regulär, feminisiert, Hermaphrodit, autochton, wildwachsend oder gezogen – die in ihr vorhandenen Faserstoffe, die Cannabinoide, das Delta-9-THC, Delta-8-THC, CBD, CBD-Säure, CBG, CBC, CBN, die Terpene – sind das beste Mittel, um Tumorkrankheiten einzudämmen. Männliche und weibliche Cannabispflanzen verfügen während der gesamten Entwicklungsphase über ein ähnliches Potenzial an Cannabinoiden. “Besonders wichtig ist es zu wissen, dass die CBDA, die CBD-Säure also, ein wirksames Antibiotikum ist. Wenn wir sie in den Tee geben, erhitzen, verdunsten oder rauchen, baut sich das Cannabinoid in ihnen um und sie verliert ihre antibiotische Wirkung. Unter weiterer Hitzeeinwirkung steigt der THC-Gehalt.” Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, Empfängnisverhütung anwenden oder Mittel gegen Epilepsie, antipsychotische Mittel oder Herzmedikamente einnehmen, müssen deshalb mehr Cannabis konsumieren, damit ihr Körper sich mit Cannabinoiden füllt. Die Patienten sagen, dass der Hanfsaft den Blutdruck innerhalb von zwei Stunden um durchschnittlich 10 Punkte senkt. An Gelenkentzündungen Leidende können schon nach einer Nacht die wohltuende Wirkung einer Kompresse spüren.
Cannabis ist also als Lebens- und Heilmittel am besten in frischem Zustand zu konsumieren. Abhängig von der Erkrankung wäre täglich mindestens eine Blüte roh zu verzehren, dazu sechs bis acht grüne Blätter.
Der Ernährungsexperte David Wolfe sagt: “Die Hanfblätter enthalten Siliziumdioxid und Faserstoffe in hoher Prozentzahl. Auf der einen Seite ist das Blatt glatt, auf der anderen kratziger, so reinigt das verzehrte Blatt über die Speiseröhre die Därme mit ein wenig Reibewirkung. Da der Saft der Pflanze sauer und schwefelig ist, verdünnen ihn viele mit Obst- oder Gemüsesaft, beispielsweise Karottensaft. Das rohe Cannabis ist nicht psychoaktiv und unterstützt die Selbstregulierung des Körpers. Deshalb sage ich jedem Patienten, dass es wichtig ist, die Pflanze regelmäßig täglich zu sich zu nehmen.”
Hanf-Saft
Sana Hanf-Saft ist einziger grüner unverarbeitete Hanf-Saft, der auf dem europäischen Markt erhältlich ist. Unser grüner Saft enthält das volle Spektrum an essentiellen Nährstoffen und ist reich an Cannabidiol (CBD). Die Blätter und die Blüten der Hanf-Pflanze sind die einzigen natürlichen Quellen von CBD in der Natur.
Unsere Hanf-Felder sind EU zertifiziert und THC-frei. Die Hanf-Felder liegen in den Niederlanden, wo wir auf jahrzehntelange Erfahrungen unserer Mitarbeiter im Nutzhanfanbau zurückgreifen können.
Sana Hanf-Saft wird kalt gepresst und anschließend unverarbeitet schockgefroren- der reine grüne Saft aus der Natur ist frei von Pestiziden, Pflanzengift, Düngemittel und Konservierungsstoffen. Wir fügen unserem Saft nichts hinzu und nehmen auch nichts weg.
Sana Hanf-Saft ist vordergründig ein gesundes und erfrischendes Getränk, allerdings lässt es sich mit unseren Rezepten und Deiner Phantasie unwiderstehlich leckere Speisen zaubern. Unsere Hanf-Speisen sind reich an Vitaminen, Mineralien und Cannabidiol. und bereichern jede Speise.



Kraft von Sana-Hanf-Saft
Schnelllebigkeit und Stress des modernen Alltags lässt unseren Körper nach Energie und Erholung sehnen. Sana-Hemp-Juice gibt Dir das Beste aus der Natur in Form eines leckeren Saftes. Jedes Glas Sana-Hanf-Saft fördert Dein Immunsystem und vitalisiert den Körper, mit einer großen Dosis an Vitaminen, Mineralien, Omega Säuren und vor allem mit dem einzigartigen Cannabidiol-CBD!
Die Cannabidiol-Säure ist ein Heilnahrungsmittel zur Regeneration, Erholung und Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.
Durch die Menschheitsgeschichte hindurch wird Hanf als Nahrungs-und Heilmittel eingesetzt. Mit den neuen Technologien haben wir es geschafft das Beste der Pflanze allen Menschen zur Verfügung zu stellen. Jedes einzelne Päckchen-Sana-Hanf-Saft wird unmittelbar, nachdem es gepresst und sofort befüllt wurde, tiefgefroren. Auf diese Weise können wir garantieren, dass unsere Kunden den Hanf-Saft ohne jedweden Nährstoffverlust genießen können.

Die größte Kraft von Sana-Hanf-Saft ist dem Wirkstoff Cannabidiol-Säure verdanken. Diese Aminosäure findet ihren natürlichen Ursprung ausschließlich in der Hanfpflanze. Cannabidiol ist ein starker Antioxidans und hilft zur Entgiftung des Körpers, außerdem bringt es unsere Gesundheit ins Gleichgewicht und erhöht das Wohlbefinden. Klicken sie hier um die Nährstofftabelle des Sana-Hanf-Saftes einzusehen.
Sana-Hanf-Saft ist:
- EU-Zertifiziert
- 100% natürlich
- Reich an Omega 3 & 6
- Reich an Vitaminen & Mineralstoffen
- Höchste Konzentration an CBD
Keine Nebenwirkungen, nur Gesundheit und Energie
Nach unserer Ansicht ist es wichtig zu betonen, dass Sana-Hanf-Saft THC-Frei ist und die tägliche Einnahme unseres Saftes keinerlei Nebenwirkungen gezeigt. Mit nur einem Päckchen Hanf-Saft am Tag spürst Du, wie dein Energiehaushalt sich füllt, das Immunsystem sich verbessert und sich dein allgemeines Wohlbefinden steigert.Für mehr Informationen laden Sie sich hier unsere Broschüre runter.
Hanfmilch
Wenn Ihr auch noch auf der Suche nach der besten Kaffee-“Milch” seid, versucht es doch einmal mit Hanfmilch. Hanfsamen zählen zu den Ölsaaten (und werden in kleinen Ölmühlen bekanntlich zu sehr schmackhaften Hanfölen verarbeitet, zum Beispiel hier: http://www.ölmühle-altglienicke.de/). Sie enthalten einen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren, sind laktose- und cholesterinfrei und sehr leicht verdaulich.
Diese Hanfmilch haben wir im OmniBlend selbst zubereitet:

3 EL Hanfsamen über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Morgen das Wasser abschütten, die Hanfsamen spülen und in den Mixbehälter geben. Mit 500 ml Wasser aufschütten und auf Geschwindigkeitsstufe “High” mixen. Nach dem Mixvorgang (ca. 90 Sekunden) durch einen Nussmilchbeutel gießen, um die Hanfsamenschalen auszufiltern.
In einem Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren (ca. 3 Tage haltbar).
Hanfernte
https://www.facebook.com/hanfernte
Hanfmilch Verfahren
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln aus Hanf, insbesondere Hanfmilch und Hanf- Tofu.
Üblicherweise wird Tofu aus Sojabohnen gewonnen. Die Sojabohne ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Erde. Seit rund 5000 Jahren wird sie in China und Japan hauptsächlich für die menschliche Ernährung angebaut. Schon damals wußte man, daß kaum eine andere Hülsenfrucht so reich an Nährstoffen ist wie die Sojabohne. Sie hat einen sehr hohen Eiweißgehalt (30 bis 50%), enthält bis zu 23 Prozent Kohlenhydrate und 24 Prozent Öl (Fette). Aufgrund dessen wurde sie in den 20er Jahren auch in den USA vorwiegend zur Ölgewinnung und als Eiweißgrundlage in Futtermitteln angebaut. Sojabohnen werden für rund 20.000 verschiedene, konventionell hergestellte Lebensmittel und für die Futtermittelindustrie verwendet. Für den Lebensmittelhandel überwiegend zu Öl verarbeitet - 3,4 Millionen Tonnen konventionelle Sojabohnen werden in deutschen Ölmühlen verarbeitet-, befindet sich Soja in versteckter Form als Fettbestandteil und Lecithin als Emulgator in Margarine, Backwaren, Schokolade, Suppen, Soßen und vielen anderen Lebensmitteln.
In den letzten Jahren ist die Sojabohne in genmanipulierter Form aus den USA in den konventionellen Handel gekommen. Bekanntermaßen bestehen in der Bevölkerung starke Zweifel an der gentechnischen Manipulation von Pflanzen zu Ernährungszwecken. Ein Großteil der Verbraucher lehnt genmanipuliertes Soja ab, auch wenn dessen Verwendung laut Novel Food-Verordnung zugelassen wurde. Auch die geforderte Kennzeichnung von Lebensmittel auf der Basis genmanipulierten Sofias wurde abgelehnt. Umweltschützer und biologische Landbauorganisationen sehen in der Anpassung von Nutzpflanzen an chemische Gifte einen weiteren, gefährlichen Irrweg der konventionellen Landwirtschaft und eine zusätzliche Bedrohung des Ökosystems.
Ganz anders hingegen sieht es beim biologischen Anbau der Sojabohne aus. Hier werden weder chemisch-synthetische Hilfsmittel bei Anbau und Verarbeitung noch Gentechnik benötigt. Anbau und Herstellung dieser Nahrungsmittel unterliegen streng festgelegten Kontrollen. Eine europaweit gültige Kontrollfunktion stellen die Richtlinien der EG- Bio-Verordnung dar. Alle in Europa hergestellten sowie dorthin importierten Lebensmittel unterliegen dieser Verordnung, die auch eindeutig die Verwendung von genmanipulierten Rohstoffen und Saatgut untersagt. Die Sojabohnen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen hauptsächlich aus den USA und Kanada sowie aus den europäischen Ländern, England, Frankreich und Österreich. Seit einiger Zeit wird der biologische Sojaanbau auch in Deutschland praktiziert. Erste Anbauprojekte zeigen, daß trotz der klimatisch erschwerten Bedingungen ein regionaler Anbau möglich ist.
Anders als auf dem konventionellen Lebensmittelmarkt ist die Bedeutung der Sojabohne bei der Naturkostherstellung. Hier wird sie nicht nur zu biologischem Öl und Lecithin verarbeitet, sondern dient in erster Linie der Herstellung von Sojaprodukten wie Sojasoße und Miso, vor allem aber von Tofu und den daraus hergestellten, zahlreichen Produkten. Naturkost ist ohne Tofu nicht denkbar. Und warum der Tofu ein Grundbestandteil der Naturkostbranche geworden ist, das erklärt seine 2000 Jahre alte Kultur.
In China und Japan und anderen asiatischen Ländern sind die Sojabohnen und -produkte die Hauptgrundlage für die Eiweißversorgung der Menschen. Schon früh erkannte man, daß Sojabohnen über 33 Prozent mehr Eiweiß pro bebaute Landfläche erbringen und sich dadurch sogar zwanzigmal so viel verwertbares Eiweiß erzeugen läßt, als wenn man die gleiche Landfläche für die Tierhaltung oder zum Anbau von Tierfutter verwenden würde. Soja enthält mehr Eiweiß als viele andere pflanzliche oder tierische Nahrungsmittel. Im Vergleich zu tierischem Eiweiß enthält Sojaeiweiß alle acht essentiellen Aminosäuren in einer Zusammensetzung, die der menschliche Organismus direkt verwerten kann. Zudem enthalten Sojaprodukte wie Tofu kein Cholesterin und nahezu keine der relativ unverdaulichen, gesättigten Fettsäuren, wie sie in den meisten tierischen Nahrungsmitteln zu finden sind. Heute ist Tofu auch bei uns ein eigenständiges Nahrungsmittel geworden, dessen Verwendungsmöglichkeiten denen von Fleisch- und Milchprodukten ebenbürtig sind.
Tofu ist heute für die rapide ansteigende Zahl von Menschen im Westen, die sich für eine fleischlose oder vollvegetarische Kost entschieden haben, ein wichtiger Bestandteil für die lebensnotwendige Eiweißversorgung geworden. Darüber hinaus ist Tofu ein ausgezeichneter Lieferant von Kalzium, Magnesium und Eisen sowie von essentiellen Vitaminen der B-Gruppe und dem fettlöslichen Vitamin E.
Tofu enthält einen bemerkenswert hohen Grad an Linolsäure, einer der wichtigsten mehrfach ungesättigten, essentiellen Fettsäuren, die der Organismus nicht selbst aufbauen kann. Linolsäure hat die wichtige Aufgabe, Cholesterin- und andere Fettsäureablagerungen in Arterien und Organen aufzulösen und auszuscheiden. Dies ist der Grund, warum Sojaprodukte häufig bei Herz- und Kreislauferkrankungen sowie bei einem erhöhten Cholesterinspiegel empfohlen wird, um die Gefahr der Verengung der Blutgefäße zu verringern. Darüber hinaus ist Tofu eine Alternative bei Allergien gegen tierisches Eiweiß oder Gluten (Weizenprotein) sowie bei Lactose-Unverträglichkeit bei Säuglingen und Kleinkindern. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen auf den hohen Gehalt von Isoflavonen in Sojabohnen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken sich entscheidend auf Herzerkrankungen und menstruale Störungen aus (vgl. für das Vorstehende: Tofu- und Sojaprodukte der Viana Naturkost GmbH, Selbstdarstellung im Internet unter www.viana.de vom 09.06.1998).
Das veränderte Ernährungbewußtsein und die somit wachsende Nachfrage nach Tofuprodukten sorgt für folgendes Problem: Biologisch angebautes Soja ist nur in beschränktem Umfang verfügbar und sämtliche Prognosen für die Zukunft sagen einen Eiweiß-Versorgungsengpaß voraus. Ein alternativer nicht-tierischer Eiweißlieferant, der sich für die Herstellung von Lebensmitteln eignet, ist also dringend erforderlich. Als ein solcher Eiweißlieferant bietet sich Hanf an.
Hanfsaat ist die Frucht der Hanfpflanze Cannabis sativa L. Sie gehört zur Familie der Maulbeerbaumgewächse. Die uralte Kulturpflanze Hanf ist zur Zeit wieder in der Diskussion um nachwachsende Naturstoffe (wie auch Flachs und Raps), da es in letzter Zeit gelungen ist, Hanfsorten zu züchten, die arm an den berauschenden Cannabinoiden sind. Die Verwendung von Hanf ist vorteilhaft, weil es durch schnelles Wachstum konkurrierendes Unkraut verdrängt und kaum von Schädlingen und Krankheiten befallen wird. Die Nährstoffvergleiche von Hanfsamen und Sojabohnen zeigen ferner die gute Substituierbarkeit an (aus Hemplife März/April 1996): Tabelle 1
Die folgende Aufstellung (Quelle: Reuter 1987, Oetker 1983, Franke 1981) zeigt einen Vergleich herkömmlicher Speiseöle: Tabelle 2
Herkömmliche Verfahren zur Herstellung von Produkten aus Hülsenfrüchten, insbesondere Sojaprodukten, zeichnen sich folgendermaßen aus: Sojabohnen werden in Wasser gequollen und mit einem Wasserüberschuß vermahlen. Anschließend wird eine Pasteurisierung nahe des Kochpunktes für 15-20 Minuten vorgenommen. Das resultierende Lebensmittelprodukt ist Sojamilch. Diese Sojamilch wiederum wird mit Kalziumsulfat (3 g/Kg) oder Magnesiumsulfat bei 65°C einer Fällung unterzogen. Das resultierende Gel wird gepresst und einem Waschvorgang unterzogen. Das resultierende Lebensmittelprodukt ist Tofu (aus: Waldemar Ternes, Naturwissenschaftliche Grundlagen der Lebensmittelzubereitung, Behr's Verlag, 2. Aufl. 1994, Seiten 528-534).
Ein sehr vergleichbares Verfahren ist in der US 4,678,676 (Ishizuka et al., 1984) beschrieben. Auch die US 4,965,080 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Tofu aus Soja durch Erhitzen einer Mischung mit vorbestimmten Parametern hinsichtlich Zusammensetzung und daraus resultierendem Geschmack.
Ein vergleichbares Verfahren ist mit Hanf nicht möglich, da Hanfsamen stabiler als Sojabohnen sind und nicht einfach vermahlen werden können. Gleichwohl ist z. B. Hanfbier bekannt, da Hanf ähnliche Eigenschaften wie Hopfen aufweist ("Wädi Bräu Hanfbier" der Wädi Brau-Huus AG, Wädenswil/Schweiz, vgl. Internet-Präsentation unter www.hanf-bier.ch vom 20.07.1998).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln auf Hanfbasis und derartig hergestellte Lebensmittel selbst zu schaffen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 und 2 aufgeführten Merkmale. Durch diese erfindungsgemäßen Maßnahmen wird Hanfmilch und Hanf-Tofu hergestellt. Derartige Produkte existieren bislang nicht. Besonderes Kennzeichen ist, daß die Tofuherstellung ohne Zusatz von Fällungsmitteln geschieht, wie dies bei der gesamten Behandlung von Sojabohnen während des Herstellungsprozesses von Soja-Tofu geschieht. Der Erfindung liegt aber insbesondere die überraschende Erkenntnis zugrunde, daß Hanf zu einem ähnlichen, nur geschmacklich ausgereifteren Produkt führt wie das seit langer Zeit bekannte Soja-Tofu. Die Herstellung von Hanf-Tofu ist letzlich daran gescheitert, daß unbekannt war, wie die wertvollen Hanfsamen aufzubrechen sind. Dieses Problem wird erfindungsgemäß auf einfache aber effektive Art und Weise dadurch gelöst, daß die Hanfsamen "kalt geknackt" werden. Überraschender Weise ist ein Produkt erhältlich, nämlich die Hanfmilch, die der Soja-Milch in nichts nachsteht, geschmacklich aber weit darüber liegt. Dasselbe gilt für den auf der Hanfmilch herstellbaren Tofu. Dieser wird rein thermisch hergestellt. Es sind im Gegensatz zur herkömmlichen Soja- Tofu-Herstellung keine Fällungsmittel wie Kalziumsulfat vonnöten. Dies wiederum steigert die Qualität des Hanf- Tofus. Beim Fällen der denaturierten Proteine der Hanfmilch reißen diese fast sämtliche wichtigen Inhaltsstoffe (Vitamine, Mineralien, Fette, Zucker, Ballaststoffe etc.) mit, weswegen ein hochwertiges Nahrungsmittel daraus resultiert.
Die folgende Aufstellung zeigt die wichtigsten Parameter des erfindungsgemäßen Hanf-Tofus: Tabelle 3
Darin bedeuten:
Probe A: Hanf (Hanfsorte PK Felina 34), nur mechanisch behandelt
Probe B: Fett-Fraktion zu Probe A
Probe C: Hanf (Hanfsorte Fedora 14), mit MgCl2 behandelt
Probe D: Hanf (Hanfsorte Fedora 14), nur mechanisch behandelt
Die Bestimmungen der Trockenmasse wurden gemäß der Seesandmethode, des Gesamtstickstoffs/Gesamteiweiß gemäß der Kjeldahl-Methode und des Gesamtfetts gemäß der Soxhlet- Methode durchgeführt.
Die erfindungsgemäße Hanfmilch ist im Grunde genommen eine Suspension aus gemahlenen Hanfsamen und Wasser, die nur frisch zubereitet verzehrt werden sollte, um Bodensatz zu vermeiden. Durch Zugabe von Salz und Zucker wird der Geschmack verbessert. Das Aussehen ist weiß und ähnlich der Kuhmilch. Sie läßt sich zu Mixgetränken und Speiseeis verarbeiten. Durch den sehr hohen Anteil an Ballaststoffen (Kohlenhydrate, Zuckergehalt) - vgl. Tabelle 1 - ist Hanf-Tofu zur Reifung geeignet. So läßt sich Hanf-Tofu beispielsweise durch Reifung mit Milchsäurebakterien unter Zugabe von Zucker zu kefir- und joghurtähnlichen Produkten verarbeiten. Nach dem Säuern lassen sich die Proteine nicht mehr fällen.
Der Gehalt an Proteinen des Hanf-Tofu steigt bei Zugabe von Kochsalz und/oder Magnesiumchlorid um 2-3%. Letzteres ist jedoch ein Bitterstoff und daher für den Geschmack nachteilig. Für die Fällung ist MgCl2 jedoch grundsätzlich entbehrlich. Gegebenenfalls muß das Tofu gewässert werden. Ungeeignet für die Fällung sind Säuren bzw. deren Salze., z. B. Magnesiumcitrat, da das Produkt dann schleimartig ausfällt. Hanf-Tofu ist weißlich-grau bis gelblich-weiß. Hanf-Tofu ist im Gegensatz zu Soja-Tofu äußerlich "rauher" und trockener. Ein besonderer Vorteil bei der Herstellung der Tofu aus Hanf statt aus Soja ist das Ausbleiben des Schäumens beim Kochen der Milch. Auf schaumbindende Mittel kann daher, anders als bei der Soja-Tofu-Herstellung (wo oftmals eine Gipslösung verwendet wird), verzichtet werden. Im Gegensatz zu Soja-Tofu gewinnt Hanf-Tofu geschmacklich durch Reifung.
Weitere vorteilhafte Maßnahmen sind in den übrigen Unteransprüchen enthalten. Die Erfindung wird nachfolgend näher an einem Ausführungsbeispiel beschrieben:
Verwendet wird eine proteinreiche Hanfsorte, die einen Rohproteingehalt von 22-24% aufweisen sollte. Geeignete Hanfsorten, die auch zur Ölgewinnung eingesetzt werden, sind "Fedora 19", "T2-Kompolti" und "PK-Felina 34". Die Hanfsamen werden mit warmen Wasser gespült, um Staub und sonstige Verunreinigungen zu entfernen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Hanf in den Portionen zu quellen, in denen er später weiterverarbeitet wird. Die Quelldauer beträgt 20 Stunden, die Quelltemperatur 8- 10°C. Hochaktive Samen keimen in dieser Zeit bereits. Die Samen werden anschließend möglichst kühl weiterverarbeitet; das Quellwasser wird verworfen, die Samen nochmals kalt gespült.
Anschließend werden die Samen aufgebrochen. Hierbei hat sich ein aus der Fleischereibranche bekanntes Gerät, ein sogenannter "Kutter" als vorteilhaft erwiesen. Derartige Kutter weisen eine Kühlung auf, die für das Aufbrechen der Samen essentiell ist. Herkömmliche (ungekühlte) Mühlen, z. B. einer Fleischmühle oder eine Ölmühle, werden beim Mahlvorgang derart heiß, daß die Proteine denaturieren. In dem bevorzugten Kutter kann die zu zerkleinernde Masse mittels Eis oder aber durch eine externe Kühlung (Stickstoff) gekühlt werden. Die Ausbeute hängt direkt von der Kühlung ab - je besser die Kühlung, desto höher die Ausbeute.
Das Aufbrechen der Hanfsamen durch das Mahlwerk der Mühle ("Kutter", siehe oben) vollzieht sich bei 1°C. Die Temperatur wurde durch ein Eis/Samen-Gemisch erreicht und hinsichtlich der Temperaturkonstanz überwacht. Durch den Mahlvorgang können erhebliche Temperaturschwankungen auftreten, die es zu vermeiden gibt.
Die nach dem Mahlvorgang erhaltene Masse wird in kaltem Wasser aufgeschlemmt. Über ein erstes Sieb (Maschenweite 0,5 mm2) wird dann die Samen-Emulsion von den Samenschalen befreit und anschließend über ein feinporigeres Sieb (V2A-Stahlsieb) ein zweites Mal nachgesiebt. Auch sollten Hanfreste entfernt werden, da dies zu optisch unschönen Färbungen führen würde. Das Produkt, welches nach dieser mechanischen Reinigung verbleibt ist Hanfmilch. Diese Hanfmilch kann vor dem Verzehr nochmals über ein Baumwoll-Leinengewebe abgeseit werden.
Zum Erhalt von Hanf-Tofu werden die Proteine durch Erhitzen gefällt. Dabei werden 50 l Hanfmilch unter ständigem Rühren langsam bis zum Sieden erhitzt. Die Milch darf nicht anbrennen, ansonsten macht sich dies auf den Geschmack des entstehenden Tofus nachteilig bemerkbar.
Die denaturierten Proteine werden von der entstandenen Molke abgetrennt. Eine Trennung über Siebe und Tücher hat sich dabei als ungünstig erwiesen, da die Poren sehr leicht verstopfen. Es hat sich als günstig erwiesen, den Großteil der Molke erst abzuschöpfen und anschließend den verbleibenden Rest gleich in Form- und Preßbehälter zu gießen. Der durch die thermische Fällung entstandene Tofu wird also noch heiß umgefüllt und kann sich dann innerhalb der Form von der überschüssigen Molke trennen. Die Form weist hierzu natürlich zweckmäßige Abflußvorrichtungen auf. Zusätzlich wird der Tofu gepreßt. Nach dem Pressen darf der Tofu nicht mehr gerührt werden, da ansonsten die Bindefestigkeit nachläßt und die Schnittfestigkeit verloren geht.
Die Ausbeute, bezogen auf die Trockenmasse der eingesetzten Samenmenge, liegt bei zweifach gereinigter Hanfmilch bei ca. 66-78%, bei dreifach gereinigter Hanfmilch bei ca. 50%.
Als Verpackungsmittel für Hanf-Tofu haben sich herkömmliche aus der Wurstindustrie bekannte Kunststoffverpackungen erwiesen, die an den Enden abgebunden werden können. Nach dem Abbinden wird der Tofu bei 100°C im Dampf im Konvektomaten 10 min. pasteurisiert.
Der erfindungsgemäße Tofu ist bei Kühlschranklagerung bis zu 5 Wochen lagerbar.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Haltbarmachung von Hanfsamen, insbesondere für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Futtermittel, bei welchem Hanfsamen als Ausgangsgut mechanisch vorbehandelt, insbesondere zerkleinert, geschrotet, gemahlen, gepreßt, geschält und/oder angerissen werden. Die Erfindung betrifft weiter nach diesem Verfahren aufbereitete Hanfsamen sowie solche Hanfsamen enthaltende Hanfbackwaren.
Hanfsamen sind die Frucht der Hanfpflanze "Cannabis Sativa L." und bestehen aus einem Nüßchen, das von einer dünnen, glasigen Fruchtschale umgeben ist. Sie enthalten hochwertige Inhaltsstoffe wie ungesättigte Fettsäuren, Proteine, wichtige Mineralstoffe, essentielle Aminosäuren und Ballaststoffe und besitzen damit als Nahrungsmittelzusatz eine gesundheitsfördernde Wirkung. In ernährungsphysiologischer Hinsicht ist es wünschenswert, möglichst alle Samenbestandteile zu verwenden. Eine Schwierigkeit besteht darin, daß Hanfsamen als ganzes Korn aufgrund der harten Schalen sensorisch eher wenig ansprechend sind und das Mundgefühl negativ beeinflussen. Bei Zerkleinerung tritt jedoch das Problem auf, daß die Hanfsamen innerhalb kurzer Zeit ranzig werden.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile zu überwinden und Hanfsamen bei verlängerter Haltbarkeit in eine gebrauchsgerechte und zugleich schmackhafte Form zu bringen. Weiter soll eine solche Hanfsamen enthaltende vorteilhafte Hanfbackware angegeben werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die in den Patentansprüchen 1, 15 und 16 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, den Verderb und insbesondere das Ranzigwerden mechanisch behandelter Hanfsamen durch geeignete Maßnahmen möglichst weit zu unterdrücken. Dementsprechend wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Ausgangsgut mit einem Antioxidationsmittel beaufschlagt und durch Erwärmen auf eine Temperatur zwischen 40°C und 300°C wärmebehandelt wird. Durch Zugabe von Antioxidantien können unerwünschte Reaktionen frühzeitig unterdrückt und insbesondere autokatalytisch ablaufende Oxidationsprozesse unterbunden werden. Durch die thermische Behandlung werden im Zerkleinerungsgut enthaltene oxidativ wirkende Enzyme inaktiviert (denaturiert) und zugleich geschmackliche Verbesserungen erzielt. Durch die Kombination dieser Maßnahmen wird die Haltbarkeitsdauer beträchtlich erhöht, so daß zerkleinerte Hanfsamen als selbständiges gebrauchsfertiges Handelsgut lager- und verkaufsfähig bleiben.
Vorteilhafterweise werden die Hanfsamen bei einer Temperatur unter 15°C, vorzugsweise bei etwa 0°C zerkleinert, um sie gleichsam kalt zu knacken. Dabei werden zugleich solche Reaktionen verlangsamt, die den Verderb vor allem an den frischen Schnittflächen beschleunigen. Hierbei hat sich ein Kühlkutter als vorteilhaft erwiesen.
Um auf einfache Weise eine gute Vermengung zu erzielen, wird das Antioxidationsmittel während der Vorbehandlung, insbesondere Zerkleinerung der Hanfsamen zugesetzt. Eine besonders effektive Unterdrückung störender Oxidationsprozesse läßt sich dadurch erreichen, daß das Ausgangsgut erst nach der Zugabe des Antioxidationsmittels wärmebehandelt wird. Besonders günstig auch im Hinblick auf die Erzeugung geschmacksverbessernder Röststoffe sowie die Verringerung des Wasseranteils ist es, wenn das Ausgangsgut über einen Zeitraum von 5 bis 15 Minuten, vorzugsweise etwa 10 Minuten bei einer Temperatur zwischen 80 und 160°C, vorzugsweise bei etwa 120°C getoastet wird.
Eine besonders homogene Verteilung läßt sich dadurch erzielen, daß das Antioxidationsmittel als Komponente einer vorzugsweise durch Alkohol oder Speiseöl gebildeten Trägerflüssigkeit zugesetzt wird. Bei der anschließenden Wärmebehandlung kann dann zumindest ein Teil der Trägerflüssigkeit wieder verdunstet oder verdampft werden. Um diesen Prozeß zu fördern, kann die Wärmebehandlung des Ausgangsguts in einem Vakuumtrockner vorgenommen werden. Damit wird auch erreicht, daß reaktiver Sauerstoff bei höheren Temperaturen nicht hinzutreten kann.
Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn das Antioxidationsmittel aus einem aus Salbei und/oder Rosmann gewonnenen Naturstoff besteht. Vorteilhafterweise enthält das Antioxidationsmittel Diterpenphenole als Wirkstoffe, insbesondere Carnosolsäure, Carnosol, Rosmanol.
Eine weitere geschmackliche Verbesserung läßt sich dadurch erreichen, daß ein Milch- oder Sojaprodukt als Maskierungsmittel gegen Bittergeschmack zugesetzt wird. Hierfür wird Milchpulver und/oder ein Caseinat, vorzugsweise Natrium-Caseinat bevorzugt eingesetzt.
Um den arteigenen Geschmack positiv zu beeinflussen, können Hanfblütenextrakte und/oder Schalenbestandteile von Hanfsamen zugesetzt werden.
Zur weiteren Verbesserung der Haltbarkeit ist es von besonderem Vorteil, wenn das aufbereitete Ausgangsgut in einem Behältnis, vorzugsweise einem lichtdichten Folienbeutel unter Vakuum oder Inertgas gegen Zutritt von Sauerstoff geschützt verpackt wird.
Ein weiterer Lösungsaspekt sind Hanfsamen, insbesondere als gesonderte Komponente einer Backmischung, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt bzw. aufbereitet sind.
Solche Hanfsamen eignen sich besonders gut als Komponente von Hanfbackwaren, insbesondere Hanfbrot. Hier ist es zur Verbesserung der Frischhaltung und Verarbeitungseigenschaften günstig, wenn Süßlupinenmehl als Zusatzstoff enthalten ist. Eine verbessertes Wasserbindevermögen läßt sich durch Zugabe von Kartoffelflocken erreichen.
Ausführungsbeispiel
Eine Probe A von Hanfsamen der Sorte Fedora 19 wurde bei ca. 0°C in einem Kühlkutter unter gleichzeitiger Zugabe von alkoholischem Salbeiextrakt als Antioxidationsmittel zerkleinert. Der Anteil des Salbeiextrakts bezogen auf die in den Hanfsamen enthaltene Fettmenge betrug 0,005 Gew.-%. Der Zerteilungsgrad lag bei durchschnittlich ca. 0,5 mm.
In dem Salbeiextrakt waren folgende antioxidative Wirkstoffe (Diterpenphenole) enthalten:
Rosmanol 0,71% 7-Methyl-Rosmanol 0,29% Carnosol 5,51% Carnosolsäure 29,64% 12-Methyl-Carnosolsäure 9,56%
Die so behandelten Hanfsamen wurden bei einer Temperatur von 120°C über einen Zeitraum von 10 Minuten in einem Vakuumtrockner getoastet.
Eine Probe B wurde entsprechend der Probe A zerkleinert und mit Salbeiextrakt beaufschlagt, jedoch nicht getoastet.
Eine Probe C wurde entsprechend der Probe A zerkleinert und getoastet, jedoch nicht mit Salbeiextrakt versetzt.
Eine Probe D setzte sich aus unbehandelten ganzen Hanfsamen zusammen.
Die Proben A bis D wurden in Folienbeuteln aus einem PET-Aluminiumverbund unter Vakuum lichtdicht gelagert. Aus den Proben wurde in vorgegebenen Zeitintervallen in bekannter Weise Hanföl extrahiert und daran die Säurezahl (SZ) und die Peroxidzahl (POZ) als Maß für die Haltbarkeit bestimmt. Allgemein gilt, daß die negative geschmackliche Veränderung (Ranzigkeit) mit diesen Werten zunimmt. Es ergaben sich die in der folgenden Tabelle aufgeführten Ergebnisse:
Bei der mit Salbeiextrakt stabilisierten und getoasteten Probe A ist die Säurezahl deutlich kleiner als bei den Vergleichsproben B und C. Der ebenfalls niedrige Wert bei Probe D ist dadurch zu erklären, daß enzymatische Prozesse am unbeschädigten Hanfsamen langsamer ablaufen. Der Rückgang der Säurezahl bei den Proben B und D nach 4 Wochen beruht darauf, daß die Enzyme das Saatgut bereits nach 2 Wochen weitgehend zersetzt haben und die enzymatischen Prozesse später zum Erliegen kommen. Auch die Peroxidzahl ist bei der Probe A gegenüber den Vergleichsproben deutlich kleiner.
Im Ergebnis besitzt die Probe A die längste Haltbarkeit und übertrifft dabei selbst unzerkleinerten Hanfsamen. Aus den Meßwerten läßt sich eine Mindesthaltbarkeit von mehr als 6 Monaten extrapolieren.